Carlos Alcaraz und Iga Swiatek haben die French Open 2024 (Roland Garros 2024) im Herren- bzw. Damenwettbewerb gewonnen. Der Spanier und die Polin triumphierten beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, das wie immer mit hochklassigen Partien aufwartete. Alcaraz setzte sich im Finale gegen Alexander Zverev durch, während Swiatek überraschend auf Jasmine Paolini traf. Tallon Griekspoor kam als niederländischer Spieler weiter als jeder andere in Roland Garros, schied aber in der dritten Runde aus.

Nadals Comeback fand schnell ein Ende.

Als der Spielplan für die French Open veröffentlicht wurde, richteten sich viele Blicke auf Rafael Nadal. Doch der Spanier, der auf dem Pariser Sandplatz bereits vierzehn Siege errungen hatte, hatte Pech mit der Auslosung und schied nach nur drei Sätzen aus. Zverev erwies sich als zu stark für Nadal, der im Vorjahr verletzungsbedingt pausieren musste. Auch für Botic van de Zandschulp endete das Turnier 2024 nicht lange. Der Niederländer unterlag dem Sandplatzspezialisten Fabio Fognini.

Während Tallon Griekspoor und Arantxa Rus (gegen Mackenzie McDonald bzw. Angelique Kerber) ihre Auftaktpartien gewinnen konnten, gelang Jesper de Jong die größte niederländische Überraschung in der ersten Runde. De Jong hatte sich über die Qualifikation für das Hauptturnier qualifiziert und überraschend Jack Draper besiegt, der über hundert Plätze höher in der Weltrangliste stand. In der zweiten Runde war für De Jong und Rus jedoch Schluss. Trotz ihrer schweren Auslosung lieferten sich beide Niederländer einen harten Kampf mit Alcaraz bzw. Elena Rybakina, mussten sich aber letztendlich geschlagen geben.

Swiatek verhindert knapp das vorzeitige Ausscheiden

Während es in der ersten Runde des Damenturniers kaum Überraschungen gab, sah es in der zweiten Runde ganz anders aus. Daria Kasatkina, Jelena Ostapenko und Maria Sakkari schieden unter anderem aus, obwohl Naomi Osaka beinahe die größte Sensation des Turniers geschafft hätte. Die ehemalige Weltranglistenerste aus Japan hatte in ihrem Duell mit Swiatek einen Matchball, doch die Polin drehte das Spiel in letzter Sekunde und zog in die dritte Runde der French Open 2024 ein.

Von den niederländischen Spielern bei den French Open erreichte nur Griekspoor die dritte Runde. Dank seines beeindruckenden Sieges in zwei Sätzen gegen Luciano Darderi in der zweiten Runde traf er auf Zverev. Und was für eine Leistung! Unser Landsmann brachte Zverev beinahe an den Rand einer Niederlage, doch nachdem er im entscheidenden Satz mit zwei Breaks zurücklag, drehte der Deutsche das Spiel und eliminierte Griekspoor. Auch Novak Djokovic kam in dieser Phase des Turniers glimpflich davon. Djokovic, der die French Open im Vorjahr gewonnen hatte , konnte das fast fünfstündige Marathonmatch gegen Lorenzo Musetti nur knapp für sich entscheiden.

Djokovics neuer Titel durch Verletzung zunichte gemacht

Auch im darauffolgenden Match lief es für den Serben alles andere als reibungslos. Francisco Cerundolo erwies sich im Achtelfinale als harter Gegner und musste sich erst nach fünf Sätzen geschlagen geben. Einen Tag später wurde bekannt, dass dieses Achtelfinale Djokovics Finale bei den diesjährigen French Open sein würde. Eine Knieverletzung behinderte ihn, wodurch der Norweger Casper Ruud kampflos ins Halbfinale einzog, während Jannik Sinner gleichzeitig die Führung in der ATP-Weltrangliste übernahm. Zu diesem Zeitpunkt des Turniers erreichten neben Ruud auch Zverev, der Alex de Minaur in drei Sätzen bezwang, sowie Alcaraz und Sinner das Halbfinale. In ihren Viertelfinals bei den French Open 2024 waren sie zu stark für Stefanos Tsitsipas bzw. Grigor Dimitrov (jeweils 3:0).

Im Damenturnier fanden sich viele bekannte Namen im Viertelfinale. So besiegte Swiatek beispielsweise Marketa Vondrousova souverän, und Coco Gauff setzte ihre Siegesserie gegen Ons Jabeur fort. Die beiden anderen Partien brachten zwei Überraschungen: Paolini gelang es, die an Nummer vier gesetzte Rybakina zu bezwingen, und Mirra Andreeva verhinderte den Einzug von Aryna Sabalenka ins Halbfinale. Bemerkenswert: Andreeva wurde erst im April 17 Jahre alt (!). Im darauffolgenden Halbfinale der French Open verpasste sie jedoch den Einzug ins Finale, da Paolini in zwei Sätzen zu stark war. Da Swiatek Gauff relativ leicht bezwang, standen sich Swiatek und Paolini im Finale der French Open gegenüber.

Swiatek überlegen, starkes Comeback von Alcaraz im Finale der French Open

Auch in diesem Finale zeigte Swiatek ihre Überlegenheit. Die Polin bewies einmal mehr, warum sie die verdiente Nummer eins der Welt ist und gewann das Finale der French Open mit 6:2, 6:1 gegen ihre italienische Gegnerin. Im Herrenfinale hingegen stand kein Italiener auf dem Platz. Nach einem packenden Kampf gegen Alcaraz musste sich Sinner seinem spanischen Gegner mit 2:3 geschlagen geben, der im Finale der French Open auf Zverev traf. Obwohl der Deutsche den ersten Satz gegen Casper Ruud verlor, hatte er danach keine Mühe mehr (3:1), sodass das Finale zwischen Zverev und Alcaraz ging.

Das Finale der French Open war lange Zeit ein ausgeglichenes Match. Alcaraz gewann zwar den ersten Satz, doch Zverev dominierte mit den Sätzen zwei und drei und schien auf dem besten Weg zu seinem ersten Grand-Slam-Titel. Doch Alcaraz hatte andere Pläne. Das erst 21-jährige Ausnahmetalent wiederholte den Trick aus dem Spiel gegen Sinner und drehte die Partie komplett, indem er den vierten und fünften Satz und damit das Match gewann. So sicherte er sich den Titel bei den French Open und feierte nach den US Open (2022) und Wimbledon (2023) seinen dritten Grand-Slam-Titel.

Ähnliche Artikel finden:

Roland Garros

Mehr Artikel

libema open 2024

Libéma Open 2024: Wieder einmal sind viele Weltklassespieler in Rosmalen anwesend

Vom 8. bis 16. Juni steht Rosmalen wieder ganz im Zeichen des Tennis. Die Libéma Open stehen kurz bevor! Nachdem Tim van Rijthoven 2022 und Tallon ...

SenS Sjeng ·
Marketa Vondrousova

Marketa Vondrousova: die tschechische Wimbledon-Siegerin

Es war der 16. April 2017, als eine gerade einmal 17-Jährige überraschend im Finale eines relativ großen WTA-Turniers in Biel, Schweiz, stand. Auf ...

SenS Sjeng ·