Wimbledon gilt seit Langem als prestigeträchtiges und legendäres Tennisturnier. Auf dem magischen Rasen Londons, wo Wimbledon 1877 erstmals stattfand, werden Jahr für Jahr die besten Matches ausgetragen. Das Turnier zählt daher zu den schönsten Höhepunkten der Tennissaison und ist darüber hinaus eine Quelle der Inspiration für Spieler und Tennisfans aus aller Welt. Im Juli kehrt Wimbledon zurück in den Turnierkalender, und die Spieler können ihre weißen Outfits wieder aus dem Schrank holen und in London ihr Können unter Beweis stellen. Grund genug für Sjeng Sports, tiefer in die Geschichte von Wimbledon einzutauchen.
Die Ursprünge von Wimbledon
Wimbledon wurde daher erstmals 1877 ausgetragen. Das Turnier – damals noch bescheiden mit „nur“ 22 Teilnehmern – wurde vom All England Croquet and Lawn Tennis Club organisiert. Spencer Gore gewann in diesem Jahr als Erster das Wimbledon-Finale. Von da an wurde das Turnier auf Rasenplätzen ausgetragen, eine Tradition, die bis heute fortbesteht. Die Anfangsjahre von Wimbledon spielten übrigens eine entscheidende Rolle bei der Standardisierung der Tennisregeln, was zum weltweiten Wachstum des Sports beitrug.
1884 wurde Wimbledon erweitert. Von da an umfasste das Turnier auch ein Dameneinzel und ein Herrendoppel. Die erste Frau, die in diesem Jahr das Wimbledon-Finale gewann, war Maud Watson. Die Erweiterungen von Wimbledon im Jahr 1884 markierten den Beginn von Wimbledon als einem der führenden internationalen Sportereignisse. In den folgenden Jahrzehnten wuchsen Popularität und Prestige des Turniers stetig, nicht zuletzt dank der Teilnahme berühmter Tennisspieler, die das Niveau des Turniers kontinuierlich erhöhten.
Offenes Zeitalter und Modernisierung
Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte von Wimbledon war die Einführung der berühmten „Open Era“ im Jahr 1968. Diese Ära ermöglichte es Profispielern und bekannten Tennisspielern, in Wimbledon teilzunehmen, was zu einem höheren Spielniveau und einer größeren internationalen Anziehungskraft des Turniers führte. Berühmte Tennisspieler wie Rod Laver, Björn Borg und Billie Jean King dominierten diese Zeit und trugen mit ihren Leistungen maßgeblich zum legendären Status von Wimbledon bei. Nicht umsonst sind diese Namen im Tennis bis heute sehr bekannt: Man denke nur an den Rod Laver Cup (das Duell zwischen Team Europa und Team Welt) und den Billie Jean King Cup (das internationale Tennisturnier für Damen-Nationalmannschaften).
In den darauffolgenden Jahren wurde Wimbledon zunehmend modernisiert. So wurde beispielsweise 1986 die elektronische Anzeigetafel eingeführt und 2009 ein einziehbares Dach über dem Centre Court errichtet. Dadurch kann in London nun auch bei Regen durchgehend Tennis gespielt werden. Nicht zuletzt dank dieser technologischen und infrastrukturellen Verbesserungen zählt Wimbledon bis heute zu den führenden Tennisturnieren.
Legendäre Spiele
Tennis in Wimbledon ist daher nach wie vor ein legendäres Phänomen, und im Laufe der Jahre wurden auf dem wunderschönen Rasen Londons unzählige legendäre Duelle ausgetragen. Natürlich können wir hier nicht alle diese glanzvollen Spiele für Sie aufzählen, aber wir haben zwei ausgewählt, über die Sie unbedingt mehr erfahren sollten.
John Isner gegen Nicolas Mahut (2010)
Ein Match, das sage und schreibe elf (!) Stunden und fünf Minuten dauerte. So lange dauerte das Erstrundenmatch von Wimbledon 2010 zwischen dem Amerikaner John Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut. Das dreitägige Match gilt als das längste aller Zeiten. Besonders der fünfte Satz, der über acht Stunden dauerte, wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Er endete schließlich mit 70:68 für den großgewachsenen Amerikaner, der in diesem Match sage und schreibe 113 Asse schlug. Seitdem haben sich die Wimbledon-Regeln geändert, sodass nicht mehr bis zu 138 Spiele in einem Satz gespielt werden. Bei einem Spielstand von 6:6 im fünften Satz folgt nun ein Match-Tiebreak.
Rafael Nadal – Roger Federer (2008)
Viele betrachten das Wimbledon-Finale 2008 zwischen Rafael Nadal und Roger Federer noch immer als eines der größten Spiele aller Zeiten. Fünf Jahre in Folge war der Schweizer der Beste auf dem heiligen Rasen Londons gewesen, doch diesmal war das Kräfteverhältnis anders. Vor allem, da Nadal seinen Rivalen nur wenige Wochen zuvor bei den French Open deutlich besiegt hatte. Auch in diesem Match schien Nadal der stärkere Spieler zu sein und gewann die ersten beiden Sätze jeweils mit 6:4. Doch dann zeigte Federer seine beste Form. Er gewann sowohl den dritten (7:6) als auch den vierten Satz (7:6), sodass der entscheidende fünfte Satz über den Wimbledon-Sieg 2008 entscheiden musste. Nach fast fünf Stunden Tennis war es soweit: Nadal schaffte es, Federers Aufschlag zu durchbrechen und gewann den Satz mit 9:7 – sein erster Wimbledon-Titel überhaupt.
Niederländische Spieler in Wimbledon
Wenn man die erfolgreichsten niederländischen Spieler in Wimbledon betrachtet, fällt der Blick natürlich sofort auf Richard Krajicek. Er schrieb 1996 Geschichte, indem er als erster Niederländer überhaupt den Wimbledon-Titel gewann. Im Finale war er seinem amerikanischen Gegner MaliVai Washington, den er in drei Sätzen besiegte, deutlich überlegen. Im Dameneinzel erreichte Betty Stöve 1977 das Wimbledon-Finale, unterlag dort aber Virginia Wade. Im Doppel waren die Niederländer in London häufiger erfolgreich. Bei den Herren konnten Jacco Eltingh, Paul Haarhuis und Jean-Julien Rojer den Doppeltitel erringen, und Wesley Koolhof feierte erst im vergangenen Jahr (2023) zusammen mit seinem Doppelpartner Neal Skupski den Triumph. Im Damendoppel war Stöve die einzige Niederländerin, die in Wimbledon einen Sieg erringen konnte.
Beginn von Wimbledon 2024 am 1. Juli
Letztes Jahr gewann Carlos Alcaraz Wimbledon im Herreneinzel, während Marketa Vondrousova im Dameneinzel die Stärkste war. Von den niederländischen Einzelspielern erreichte Botic van de Zandschulp mit dem Einzug in die zweite Runde das beste Ergebnis in Wimbledon. Wer wird dieses Jahr in Wimbledon 2024 die Siege mit nach Hause nehmen? Wir werden es ab dem 1. Juli erfahren!
Wimbledon-Sieger der letzten Jahre
2023: Carlos Alcaraz (m) und Marketa Vondrousova (w)
2022: Novak Djokovic (m) und Elena Rybakina (w)
2021: Novak Djokovic (m) und Ashleigh Barty (f)
2020: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht ausgetragen
2019: Novak Djokovic (m) und Simona Halep (f)
