Madison Keys hat bei den Australian Open 2025 ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Die Amerikanerin, die bereits seit Jahren auf der WTA-Tour spielt, besiegte die beiden Topfavoritin Iga Swiatek (Halbfinale) und Aryna Sabalenka (Finale) und sicherte sich verdient den Titel beim ersten Grand-Slam-Turnier des neuen Jahres. Bei den Herren triumphierte Jannik Sinner wie schon im Vorjahr. Der Weltranglistenerste aus Italien traf im Finale auf den Deutschen Alexander Zverev und gewann souverän in drei Sätzen.
Viele Überraschungen in der ersten Runde
Es wurde schnell deutlich, dass die Australian Open 2025 ein Turnier voller Überraschungen werden könnten. Viele Spieler, die normalerweise weit kommen, schieden bereits in der ersten Runde aus. Stefanos Tsitsipas verlor gegen Alex Michelsen, Andrey Rublev unterlag dem brasilianischen Talent Joao Fonseca deutlich mit 0:3, und der Australier – und damit Lokalmatador – Alexei Popyrin schied überraschend gegen Corentin Moutet aus. Grigor Dimitrov musste gegen den Italiener Francesco Passaro aufgeben, und Australien verlor mit Nick Kyrgios einen weiteren Trumpf in der ersten Runde. Kyrgios, der erst kürzlich von einer langen Verletzung zurückgekehrt war, war Jacob Fearnly nicht gewachsen.
Schnelles Ende der Geschichte für die Niederländer
Für drei der vier niederländischen Teilnehmer der Australian Open 2025 war das Turnier bereits nach der ersten Runde beendet. Die Auslosung war alles andere als günstig. Tallon Griekspoor traf auf Hubert Hurkacz, der seinem Landsmann keinen einzigen Satz erlaubte. Auch für Botic van de Zandschulp endete das Turnier schnell, nachdem ihn der Weltranglistenachte Alex de Minaur in drei Sätzen besiegte. Bei den Damen verlor Arantxa Rus gegen Olga Danilovic, doch es gab dank Suzan Lamens dennoch einen niederländischen Erfolg. Die 25-jährige Lamens gewann ihr Erstrundenmatch gegen Veronika Erjavec und traf somit in der zweiten Runde auf Belinda Bencic. Die Schweizerin erwies sich als zu stark für Lamens und gewann 6:1, 7:6.
Siegemund verärgert Zheng
Nachdem in der ersten Runde der Herren ein großer Name nach dem anderen ausschied, änderte sich die Situation in der zweiten Runde nicht. Miomir Kecmanovic besiegte Hurkacz, Aleksandar Vukic gewann in fünf Sätzen gegen Sebastian Korda, und Daniil Medvedev schied überraschend gegen das amerikanische Talent Learner Tien aus. Bei den Damen blieben größere Überraschungen zunächst aus, bis Olympiasiegerin Qinwen Zheng auf die Deutsche Laura Siegemund traf. Siegemunds Chancen galten im Vorfeld als gleich null, doch sie schaffte es, die an Nummer fünf gesetzte Chinesin aus dem Turnier zu werfen.
Eine Runde später schied auch für Jasmine Paolini und Jessica Pegula aus. Paolini, die im Vorjahr sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon das Finale erreicht hatte, unterlag Elina Svitolina, und Pegula war gegen Danilovic chancenlos. Es gab aber auch Grund zum Jubeln für Svitolinas Freund Gaël Monfils. Er bewies seine Klasse, indem er den an Nummer vier gesetzten Amerikaner Taylor Fritz besiegte und das Achtelfinale erreichte. Dort musste Monfils jedoch leider gegen Ben Shelton aufgeben.
Djokovic und Alcaraz treffen früh aufeinander.
Im Achtelfinale gab es keine großen Überraschungen, sodass das Turnier seinen gewohnten Gang in Richtung Viertelfinale verlief. Dort erwartete das Publikum in Melbourne ein packendes Duell der Giganten: Novak Djokovic traf in dieser Phase der Australian Open auf keinen Geringeren als Carlos Alcaraz. Der Serbe ging als Sieger aus dem Match hervor und besiegte seinen spanischen Kontrahenten mit 3:1. Auch Sinner (gegen de Minaur), Alexander Zverev (gegen Tommy Paul) und Shelton (gegen Lorenzo Sonego) gewannen ihre Viertelfinalspiele, womit die Halbfinalisten des Herrenturniers feststanden. Bei den Damen waren dies Sabalenka, Swiatek, Keys und Paula Badosa, die ihr Viertelfinale gegen Coco Gauff gewann.
Im Halbfinale stand ein weiteres hochkarätiges Duell zwischen Djokovic und Zverev auf dem Programm, wäre der serbische Rekordmeister nicht nach dem ersten Satz verletzungsbedingt aufgeben müssen. Auf der anderen Seite des Turnierbaums hatte Sinner gegen Shelton zunächst Schwierigkeiten, doch sobald er in Fahrt kam, ließ er sich nicht mehr beirren (3:0 in Sätzen). Bei den Damen sorgte Keys für eine Überraschung, indem sie Swiatek nach einem wahren Krimi aus dem Turnier warf. Obwohl die Polin den ersten Satz gewann, holte Keys den zweiten Satz mit 6:1 und wehrte einen Matchball ab, bevor sie sich schließlich im Match-Tiebreak mit 10:8 durchsetzte. Damit trifft sie im Finale der Australian Open 2025 auf Sabalenka, die ihrerseits Badosa im Halbfinale keine Chance ließ.
Australian Open-Titel für Sinner und Keys
Im Herren-Finale der Australian Open 2025 standen sich Sinner und Zverev gegenüber. Während Sinner das Turnier bereits im Vorjahr gewonnen hatte, erreichte Zverev zum ersten Mal das Finale in Melbourne. Zwei Breaks im Match reichten dem Italiener, um sich auch in diesem Jahr wieder den Titel zu sichern: Er triumphierte mit 6:3, 7:6, 6:3. Im Damen-Finale traf Titelverteidigerin Sabalenka auf Keys, die zuvor noch nie einen Grand-Slam-Titel gewonnen hatte. In Australien änderte sie dies jedoch. Keys, die auf ihrem Weg ins Finale bereits beeindruckende Siege gegen Danielle Collins, Elena Rybakina, Svitolina und Swiatek errungen hatte, präsentierte sich erneut in Topform und gewann den ersten Satz mit 6:3. Nachdem Sabalenka den zweiten Satz für sich entscheiden konnte, musste ein dritter Satz über die Entscheidung entscheiden. Diesen setzte sich die Amerikanerin (7:5) mit ihrem zweiten Matchball durch und sicherte sich damit zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Grand-Slam-Titel.
Ergebnisse der Australian Open 2025
Sieger im Herreneinzel: Jannik Sinner
Siegerin im Dameneinzel: Madison Keys
Sieger im Herrendoppel: Harri Heliovaara/Henry Patten
Siegerinnen im Damendoppel: Katerina Siniakova/Taylor Townsend
Sieger im Mixed-Doppel: Olivia Gadecki/John Peers
