Kiki Bertens gilt im Tennis als eine der erfolgreichsten Niederländerinnen aller Zeiten. Das ist kaum verwunderlich, schließlich belegte die Spielerin aus Wateringse zwischenzeitlich den vierten Platz der WTA-Weltrangliste . Vorher hatte noch keine Niederländerin eine so hohe Platzierung erreicht, daher kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Bertens in ihrer Karriere eine großartige Leistung vollbrachte. 2021 beendete Kiki Bertens überraschend ihre Tenniskarriere. Wie begann Bertens' Karriere? Was waren die größten Erfolge der erfolgreichen Niederländerin, und wie kam es zu diesem abrupten Ende? Sjeng Sports erstellt ein Spielerprofil. 

 

Name: Kiki Bertens
Nationalität: Niederländisch
Geboren am: 10. Dezember 1991
Tennishand: Rechts
Aktuelle WTA-Weltrangliste: Keine, Karriereende 

 

Erste ITF- und WTA-Titel 

Kiki Bertens und Tennis erwiesen sich schon früh als ideale Kombination. Anfangs spielte sie neben Tennis auch Handball, konzentrierte sich aber schließlich ganz auf den Sport. Im August 2006, mit fünfzehn Jahren, bestritt Bertens ihr erstes ITF-Turnier, und drei Jahre später feierte sie ihre ersten Siege auf diesem Profiniveau – sowohl im Einzel als auch im Doppel. Schritt für Schritt stieg Bertens immer weiter auf, und 2011 nahm sie erstmals an einem WTA-Turnier (in Rosmalen) teil. Von da an folgten weitere WTA-Turniere Schlag auf Schlag, und am 28. April 2012 errang sie in Fès, Marokko, ihren ersten Sieg auf WTA-Ebene. Im Finale besiegte sie die Spanierin Laura Pous Tio und stürmte anschließend in die Top 100 der Weltrangliste. 

 

Von diesem Zeitpunkt an spielte Bertens ausschließlich auf höchstem Niveau und qualifizierte sich auch für die Grand Slams. Es folgten einige Jahre mit schwankenden Leistungen, obwohl die Spielerin aus Wateringse sich konstant unter den Top 100 der Weltrangliste halten konnte. Kiki Bertens trennte sich daraufhin von ihrem Trainer Christiaan de Jong und engagierte den ehemaligen Profi Raemon Sluiter, um den Weg zurück an die Spitze zu ebnen. 

 

Halbfinale bei den French Open und weitere Jahre des Erfolgs 

Ab 2016 ging es für Bertens wieder bergauf, mit dem Höhepunkt beim Turnier in Nürnberg, wo sie sowohl den Einzel- als auch den Doppeltitel (mit Johanna Larsson) gewann. Zudem erreichte sie das Halbfinale der French Open, was sich später als ihr bestes Grand-Slam-Ergebnis ihrer Karriere herausstellen sollte. Die Top 20 der Weltrangliste rückten in greifbare Nähe, und 2017 konnte sie in Nürnberg und Gstaad weitere beeindruckende Titel erringen. Falls Bertens 2016 und 2017 noch nicht den endgültigen Durchbruch geschafft hatte, gelang ihm dieser spätestens 2018. In diesem Jahr gewann sie drei Grand-Slam-Titel. Sie siegte auf dem Sandplatz von Charleston und feierte zudem Siege auf den Hartplätzen von Cincinnati und Seoul, Südkorea, wodurch sie in die Top Ten der Weltrangliste aufstieg. 

 

Auch 2019 folgten große Erfolge, und Bertens bewies erneut, dass sie zu den zehn Besten der Welt gehört. Sie gewann das Turnier in St. Petersburg durch einen Sieg gegen Donna Vekic im Finale und feierte drei Monate später mit dem Gewinn des prestigeträchtigen Turniers in Madrid den größten Triumph ihrer Karriere. Dieses Turnier gilt als eines der wichtigsten Vorbereitungsturniere für die French Open, und Bertens verdiente dort, ohne einen einzigen Satz abzugeben, das höchste Preisgeld aller gespielten Turniere. Zu diesem Zeitpunkt erreichte Bertens den vierten Platz der WTA-Weltrangliste, die höchste Platzierung, die je eine Niederländerin erreicht hatte. Nach mehreren guten Ergebnissen im Jahr 2019 und der erfolgreichen Titelverteidigung in St. Petersburg 2020 ließ Bertens' Form jedoch etwas nach – teilweise verletzungsbedingt. 

 

Schweren Herzens verabschiede ich mich vom Sport. 

Nach ihrem zweiten Titel in Folge in St. Petersburg hatte Bertens mit vielen Verletzungen zu kämpfen, die ihre Leistungen beeinträchtigten. Sie erreichte zwar noch einmal das Achtelfinale der French Open, schied aber immer häufiger in den Vorrunden aus und beschloss schließlich, ihre Tenniskarriere nach den Olympischen Spielen 2021 zu beenden. In einer emotionalen Erklärung gab sie an, dass ihr Körper den hohen physischen und mentalen Belastungen des Sports nicht mehr gewachsen sei. Daher wolle sie aufhören, bevor sie des Sports völlig überdrüssig werde. Dies löste zahlreiche Reaktionen in der Tenniswelt aus und zeigte, dass Bertens während ihrer erfolgreichen Karriere die Herzen vieler Sportfans erobert hatte. Insgesamt gewann Bertens zehn Einzel- und zehn Doppeltitel auf höchstem Niveau. 

 

Bestes Ergebnis bei den Australian Open: Achtelfinale (2020)
Bestes Ergebnis bei den French Open: Halbfinale (2016)
Bestes Ergebnis in Wimbledon: Viertelfinale (2018)
Bestes Ergebnis bei den US Open: Dritte Runde (2018 und 2019) 

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