Dem endgültigen Sieg überlegen
Vor dem Turnier war die Frage, ob Djokovic den Grand-Slam-Rekord brechen würde, und der Serbe bestand diese Prüfung mit Bravour. In seinen sieben Matches bei den French Open 2023 gab Djokovic nur zwei Sätze ab. Lediglich Karen Khachanov und Carlos Alcaraz konnten ihm jeweils einen Satz abnehmen, was unter anderem an Djokovics Stärke im Tiebreak lag. Er bestritt nicht weniger als sechs Tiebreaks und gewann sie alle souverän.
Im Finale gegen seinen norwegischen Gegner Casper Ruud musste der erste Satz ebenfalls im Tiebreak entschieden werden. Auch hier war Djokovic überlegen und gewann den Satz deutlich mit 7:1. Im zweiten Satz setzte er sich schneller ab und baute seine Führung dank eines frühen Breaks auf 2:0 Sätze aus. Der dritte Satz blieb lange ausgeglichen, beide Spieler konnten ihre Aufschlagspiele über einen längeren Zeitraum halten. Beim Stand von 5:5 gelang Djokovic schließlich das Break gegen Ruud und er servierte das Match zum 7:5 aus.
Bestätigung des Niveaus
Djokovic selbst möchte jedoch nicht behaupten, der Größte aller Zeiten zu sein, wie er auf der Pressekonferenz nach seinem Sieg über Ruud im Finale erklärte. „Ich halte das für respektlos gegenüber all den Champions aus verschiedenen Epochen unseres Sports, die ganz anders gespielt haben als heute“, so der Grand-Slam-König . „Jeder große Champion hat den Sport geprägt. Ich habe großes Vertrauen in mich und mein Können, und dieser Titel bestätigt, welches Niveau ich immer noch im Tennis erreichen kann. Grand-Slam-Turniere haben für mich momentan aber Priorität.“
Wie bereits erwähnt, war dies Djokovics dritter Sieg bei den French Open nach 2016 und 2021. Er gewann außerdem dreimal die US Open (2011, 2015 und 2018) und war siebenmal der beste Spieler auf Rasen in Wimbledon: 2011, 2014, 2015, 2018, 2019, 2021 und 2022. Die Australian Open sind das Lieblingsturnier des Weltranglistenersten, wenn man die Anzahl seiner dort gewonnenen Titel bedenkt. Er gewann das Turnier in Melbourne nicht weniger als zehnmal (2008, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016, 2019, 2020, 2021, 2023), wobei dies sein letzter Sieg war. Mit seinen Siegen bei den Australian Open und den French Open hat er in diesem Jahr bereits zwei Titel gewonnen, und Wimbledon steht schon vor der Tür, wo Djokovic seinen 24. Grand-Slam-Titel anstrebt. Somit war er in den letzten beiden Ausgaben in London ohnehin der Beste.
Die Nummer eins weltweit
Mit dem Sieg in Paris eroberte Djokovic auch die Weltranglistenführung von Alcaraz zurück. Er hatte den Platz zwar kurzzeitig an den talentierten Spanier abgeben müssen, doch wie so oft stellte sich die Lage schnell wieder ein. Djokovic hält übrigens auch in dieser Hinsicht einen Rekord: Er führt die ATP-Weltrangliste nun schon 388 Wochen lang an – deutlich länger als seine Konkurrenten. Roger Federer, der in dieser Hinsicht Zweiter ist, verbrachte rund anderthalb Jahre weniger an der Spitze der ATP-Weltrangliste.
Neben seinem Rekord für die meisten Grand-Slam-Finalsiege führte Djokovic bereits die Liste der Spieler mit den meisten Finalteilnahmen bei Grand-Slam-Turnieren an. Mit insgesamt 34 Finalteilnahmen bei den Australian Open (10), Roland Garros (7), Wimbledon (8) und US Open (9) liegt der 36-Jährige unübertroffen. Ihm folgen Federer (31) und Nadal (30), während Ivan Lendl (19), Pete Sampras (18), Björn Borg (16), André Agassi (15) und Jimmy Connors (15) mit respektablem Abstand folgen. Während Nadal seinen Rücktritt für 2024 angekündigt hat und die anderen in dieser Liste keine Grand-Slam-Finals mehr erreichen werden, steigt Djokovics Bilanz weiter an.
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