Alexander Zverev hat zum ersten Mal in seiner Karriere das Paris Masters gewonnen. Der Deutsche besiegte im Finale den Franzosen Ugo Humbert, der überraschend in seinem Heimatland das Finale erreicht hatte. Der Titel beim Rolex Paris Masters war Zverevs zweiter Sieg in diesem Jahr, nachdem er zuvor bereits auf den Sandplätzen von Rom triumphiert hatte. Gegen Humbert war er im Finale des Pariser Tennisturniers nie in Gefahr: 6:2, 6:2.
Späte Stornierung Sünder
Für die Organisatoren der Paris Open war es zu Beginn der Woche ein herber Schlag, als der Weltranglistenerste Jannik Sinner plötzlich aus dem Teilnehmerfeld verschwand. Der Italiener war bereits in Paris, musste aber krankheitsbedingt auf das Turnier verzichten. Obwohl auch Titelverteidiger Novak Djokovic fehlte, standen dennoch zahlreiche namhafte Spieler auf der Teilnehmerliste des Paris Masters. Topspieler wie Carlos Alcaraz, Daniil Medvedev und Stefanos Tsitsipas waren dabei, und Giovanni Mpetshi Perricard, der in der Woche vor dem Turnier den Titel in Basel gewonnen hatte, erhielt eine Wildcard.
Tallon Griekspoor war der einzige Niederländer, der am Paris Masters teilnahm. Die Auslosung führte den Nordholländer gegen den Italiener Luciano Darderi, und Griekspoor hatte wenig zu befürchten: 6:3, 6:4. Im nächsten Match wartete jedoch ein stärkerer Gegner: Zverev. Griekspoor kämpfte tapfer und erreichte im ersten Satz einen Tiebreak, den er mit 2:7 verlor. Kurz darauf reichte Zverev ein einziges Break, um auch den zweiten Satz mit 6:3 für sich zu entscheiden und Griekspoor aus dem Turnier zu werfen.
Zweite Runde voller Überraschungen
Zverev schaffte zwar den Einzug in die nächste Runde der Paris Open, doch das gelang keineswegs allen gesetzten Spielern. Medvedev erlitt eine überraschende Niederlage gegen Alexei Popyrin, Casper Ruud verlor gegen Jordan Thompson, und Jack Draper war zu stark für den Amerikaner Taylor Fritz. Doch damit nicht genug: Auch Andrey Rublev und Ben Shelton mussten in dieser Phase des Turniers aufgeben; Francisco Cerundolo bzw. der Franzose Arthur Cazaux waren zu stark. Und wer dachte, die größten Überraschungen lägen hinter uns, der irrte sich. Nur eine Runde später war auch für Alcaraz das Turnier vorbei; er verlor in drei Sätzen gegen Humbert.
Viele der großen Namen strauchelten daher früh im Turnier und eröffneten so anderen Spielern Chancen, die diese natürlich witterten. Thompson erreichte beispielsweise das Viertelfinale (gegen Humbert), während die anderen Viertelfinalpaarungen Zverev gegen Stefanos Tsitsipas, Grigor Dimitrov gegen Karen Khachanov und Holger Rune gegen Alex de Minaur lauteten. Humbert, Zverev, Khachanov und Rune gingen aus diesen Partien als Sieger hervor.
Zverev gewinnt problemlos.
Dies führte zu den Halbfinals, in denen Zverev auf Rune und Khachanov auf Humbert trafen. Besonders das letztgenannte Halbfinale erwies sich als echtes Highlight. Khachanov gewann den ersten Satz nach einem Tiebreak, woraufhin Humbert sich zurückkämpfte (6:3, 6:4) und sich nach fast drei Stunden Tennis den Einzug ins Finale des Paris Masters sicherte. Dort traf er auf Zverev, der den ehemaligen Turniersieger Rune in zwei Sätzen bezwungen hatte. Der großgewachsene Deutsche gewann den ersten Satz mit 6:3 und sicherte sich seinen Platz im Finale, indem er schließlich auch den zweiten Satz, diesmal im Tiebreak, für sich entschied.
Die Folgen der Tatsache, dass Humbert einen echten Krimi brauchte, um ins Finale des Rolex Paris Masters einzuziehen, wurden im Finale erneut schmerzlich deutlich. Der Franzose wirkte etwas müde und fand gegen Zverev, der sich schnell eine 4:1-Führung erspielte, nie richtig ins Spiel. So benötigte er nur eine halbe Stunde, um den ersten Satz mit 6:2 für sich zu entscheiden. Der zweite Satz verlief im Wesentlichen genauso: Zverev schaffte es sofort, die Aufschlagspiele seines Gegners zu breaken und führte im Nu wieder mit 4:0, bevor er den Sieg souverän mit 6:2 nach Hause brachte. Damit trat er die Nachfolge von Djokovic als großer Sieger des Paris Masters an.




