Mit nur 22 Jahren wurde er am 10. Juni 2024 erstmals die Nummer eins der Weltrangliste. Man könnte also sagen, dass Jannik Sinner einer großartigen Karriere nichts mehr im Wege steht. Der Italiener gilt seit Jahren als eines der größten Talente im internationalen Tennis und hat mit zahlreichen Titeln und seiner Weltranglistenführung die Erwartungen schnell erfüllt. Außergewöhnliche Fähigkeiten, beeindruckende Schnelligkeit und sein reifer Spielstil sorgen dafür, dass Sinner aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Jahren zu den prägenden Spielern im Tennis gehören wird. In diesem Spielerprofil beleuchten wir daher genauer die Vergangenheit, die Karriere und die bisherigen Erfolge des Italieners. 

 

Name: Jannik Sinner
Nationalität: Italienisch
Geboren am: 16. August 2001
Tennishand: Rechts
Aktuelle ATP-Weltrangliste: 1 

 

Vom Skifahren bis hin zu Unterrichtsstunden bei Riccardo Piatti 

Jannik Sinner wurde am 16. August 2001 in San Candido, einem kleinen Dorf in den italienischen Dolomiten, geboren. Aufgrund seines Aussehens und seines nicht typisch italienischen Namens wird der Tennisspieler oft hinterfragt, und auch die Herkunft seiner Eltern ist häufig Gegenstand von Diskussionen. Sinner selbst besitzt jedoch, wie auch seine Eltern, die italienische Staatsbürgerschaft. In jungen Jahren war nicht sofort klar, dass er sich voll und ganz dem Tennis widmen würde. Schließlich war Sinner auch ein guter Skifahrer, in dem er ebenfalls zahlreiche Titel gewann. Trotz seiner Erfolge im Skisport entschied er sich letztendlich für Tennis. „Wenn man im Tennis einen Fehler macht, kann man ihn mit dem nächsten Punkt wieder gutmachen“, sagte er damals. „Aber wenn man im Skifahren einen Fehler macht? Dann ist das Rennen sofort vorbei.“ 

 

Nachdem er sich endgültig für den Tennissport entschieden hatte, wechselte er zur Tennisakademie von Riccardo Piatti. Piatti ist ein renommierter italienischer Trainer, der bereits zahlreiche großartige Tennisspieler – darunter Novak Djokovic – gefördert hat. Piatti erkannte sofort Sinners Potenzial und half ihm, sich zu einem vielseitigen Spieler zu entwickeln, der sowohl körperlich als auch mental in Topform war. Schon bald zeigte sich, dass Piattis Training Früchte trug. 

 

Der schnellste Weg an die Spitze 

2019 gab Sinner sein Debüt bei Challenger-Turnieren und feierte einen sofortigen Erfolg. In diesem Jahr gewann er Titel in Bergamo, Santa Margeritha di Pula und St. Ulrich und konnte zudem die ATP Next Gen Finals in Mailand für sich entscheiden. Im Finale besiegte er Alex de Minaur und war von diesem Moment an nicht nur der breiten Öffentlichkeit bekannt, sondern auch in die Top 50 der Weltrangliste aufgestiegen. Es war daher keine Überraschung, dass er bereits 2020 seinen ersten ATP-Titel holte. Im bulgarischen Sofia besiegte er im Finale seinen kanadischen Gegner Vasek Pospisil und etablierte sich damit schnell unter den Top 20 der Welt. 

 

Es wurde schnell deutlich, dass der Sieg in Sofia den jungen Sinner nach mehr verlangen ließ. Kurze Zeit später holte er sich seinen zweiten ATP-Titel (Melbourne), und im selben Jahr folgten Siege in Washington, erneut in Sofia und Antwerpen. Jannik Sinner kletterte in der Weltrangliste rasant weiter nach oben und erreichte 2021 mit dem Einzug ins Viertelfinale bei drei der vier Grand-Slam-Turniere einen weiteren Schritt. Nur bei den French Open schaffte er es in die vierte Runde, und mit dem Titelgewinn in Umag, Kroatien, bewies er seine gute Form. 

 

Erste Grand-Slam-Titel für Sinner 

2023 knüpfte Sinner nahtlos an seine vorherigen Erfolge an und feierte einen Sieg nach dem anderen. In diesem Jahr war er der Beste in Montpellier, Toronto, Peking und Wien und erreichte zudem das Halbfinale von Wimbledon. Es war daher keine Überraschung, dass er sich in den Top Fünf der Weltrangliste etablierte. Seine Entwicklung verlief so rasant, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis er einen Grand-Slam-Titel gewinnen würde, und das Warten wurde bald belohnt – vielleicht sogar schneller als erwartet. Im Januar 2024 sicherte sich Sinner den Titel bei den Australian Open durch einen Sieg gegen Daniil Medvedev im Finale, und im September desselben Jahres fügte er seinen Erfolgen einen weiteren Triumph bei den US Open hinzu. 

 

Zwischen diesen beiden Grand-Slam-Titeln holte Sinner 2024 noch weitere Titel. Er gewann in Rotterdam, Miami und Cincinnati und bewies in Halle zudem seine Klasse auf Rasen. Auch dank dieser Siege darf sich Sinner seit Juni 2024 als Weltranglistenerster bezeichnen, und wenn der Italiener so weitermacht, könnte er diese Position noch lange halten. 

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