Am 30. August 2024 sorgte Botic van de Zandschulp kurzzeitig weltweit für Schlagzeilen. Der Niederländer hatte den großen Carlos Alcaraz besiegt . Van de Zandschulp war dem Spanier, der in den Wochen zuvor sowohl die French Open als auch Wimbledon gewonnen und bei den Olympischen Spielen Silber geholt hatte, deutlich überlegen . Doch an diesem Tag war alles anders: Van de Zandschulp spielte brillant und ließ Alcaraz keine Chance. Er gewann 6:1, 7:5 und 6:4 in drei Sätzen. Es war eine großartige Leistung und ein willkommener Erfolg für unseren Landsmann, der nach seinem beeindruckenden Aufstieg in der ATP-Weltrangliste in den Jahren zuvor in einem Formtief steckte . Sjeng Sports bietet einen Einblick in Van de Zandschulps Karriere. 

 

Name: Botic van de Zandschulp
Nationalität: Niederländisch
Geboren am: 4. Oktober 1995
Tennishand: Rechts
Aktuelle ATP-Weltrangliste: 67 

 

Botic van de Zandschulp wuchs in Veenendaal auf, wo sich schon früh seine Leidenschaft für Tennis zeigte. Mit vier Jahren hielt er zum ersten Mal einen Schläger in der Hand und qualifizierte sich kurz darauf für das Training der Nationalmannschaft. Bis Van de Zandschulp jedoch den Sprung in den Profisport schaffte, dauerte es eine Weile. Im Juni 2016, mit 20 Jahren, spielte er sein erstes Future-Turnier und feierte im selben Jahr auch seinen ersten Erfolg bei den niederländischen Meisterschaften. Der gebürtige Veenendaaler sicherte sich den niederländischen Titel sowohl im Einzel (im Finale gegen Robin Haase) als auch im Doppel (zusammen mit Sidney de Boer). 

 

Erste Titel und Teilnahme an großen Turnieren 

Anschließend wurde es eine Zeit lang relativ ruhig um Van de Zandschulp, doch 2019 begann sein Aufstieg. Er gewann ITF-Turniere in Nussloch und Bolton und holte sich auch den Titel bei einem Challenger-Turnier in Hamburg. Alle diese Titel errang er auf Hartplatz, und auch dank dieser Leistungen stürmte Van de Zandschulp in die Top 200 der Weltrangliste. Dies ermöglichte ihm die Teilnahme an immer mehr Turnieren auf höchstem Niveau, und 2021 spielte er erstmals bei allen vier Grand-Slam-Turnieren: den Australian Open, den French Open, Wimbledon und den US Open. Letztere erwiesen sich insbesondere als Erfolg: Als Qualifikant kämpfte sich Van de Zandschulp bis ins Viertelfinale vor, wo er sich schließlich Daniil Medvedev geschlagen geben musste. Während dieses Turniers besiegte Van de Zandschulp unter anderem Casper Ruud und Diego Schwartzman. 

 

Dies bedeutete einen neuen Karriereschub für den Niederländer, der sich 2021 dank seiner beeindruckenden Leistungen in den Top 50 der Weltrangliste etabliert hatte. Der Höhepunkt seiner Karriere schien beim ATP-Turnier in München im April 2022 bevorzustehen. Van de Zandschulp spielte ein herausragendes Turnier auf dem deutschen Sandplatz und erreichte das Finale gegen den Dänen Holger Rune. Atemprobleme machten ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung, und beim Stand von 4:3 musste der Spieler aus Veenendaal aufgeben. Dennoch gelang es ihm, im August desselben Jahres auf Platz 22 der Weltrangliste vorzurücken. Gute Leistungen bei den French Open (dritte Runde), den US Open (vierte Runde) und Wimbledon (vierte Runde) trugen dazu bei. 

 

Harter Schlag für Van de Zandschulp in München 

Das Jahr 2023 begann für Van de Zandschulp recht gut. Er gewann weiterhin seine Spiele und erreichte auch in diesem Jahr wieder das Finale des ATP-Turniers in München. Der Niederländer traf dort erneut auf Rune, ging im entscheidenden Satz mit 5:2 in Führung und hatte mehrere Matchbälle bei eigenem Aufschlag. Doch Rune drehte den Satz (7:6) und sicherte sich damit erneut den Titel in München. Dies war ein harter Schlag für Van de Zandschulp, der daraufhin seine Form für einige Zeit verlor und in den fünf darauffolgenden Turnieren jeweils in der ersten Runde ausschied. 

 

Sein Formtief hielt an, und langsam aber sicher rutschte der Veenendaler in der Weltrangliste ab. Bis Juli kam. Van de Zandschulp beschloss, Challenger-Turniere zu spielen, um sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen, und erreichte mit Erfolg sowohl in Braunschweig als auch in Lüdenscheid das Finale. So ging er mit neuem Optimismus in die US Open, wo er sowohl Denis Shapovalov als auch Alcaraz besiegen konnte. Seitdem hat sich Van de Zandschulp wieder auf Platz 67 der Weltrangliste vorgekämpft, und wer weiß, was er in naher Zukunft noch alles erreichen kann. 

 

Gute Leistungen im Davis Cup 

Van de Zandschulp spielt übrigens seit einigen Jahren auch regelmäßig als Einzelspezialist für das niederländische Davis-Cup-Team und zeigt dabei mitunter herausragende Leistungen. So besiegte er unter anderem Cameron Norrie (Großbritannien), Alexander Bublik (Kasachstan), Matteo Arnaldi (Italien), Taylor Fritz (USA) und Tommy Paul (USA). Zuletzt war er maßgeblich am Doppel beteiligt, als sich die Niederlande zum dritten Mal in Folge für das Davis-Cup-Finalturnier qualifizierten .

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