Wer selbst Tennis spielt oder viel Tennis im Fernsehen schaut, weiß, dass Tennis auf verschiedenen Belagarten gespielt wird. Das liegt daran, dass es unterschiedliche Oberflächen gibt. Allein bei den vier Grand-Slam-Turnieren wird auf drei verschiedenen Belagsarten gespielt: Wimbledon auf Rasen, Roland Garros auf Sand und die US Open sowie die Australian Open auf Hartplatz. Doch welche verschiedenen Arten von Tennisplätzen gibt es, worin bestehen die größten Unterschiede und welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Beläge? Sjeng Sports erklärt es Ihnen.

Verschiedene Arten von Tennisplätzen

Es ist natürlich kein Zufall, dass Tennis auf verschiedenen Platzarten gespielt wird. Der Belag beeinflusst den Ball und somit auch das Spiel. So ist beispielsweise die Ballgeschwindigkeit je nach Belag unterschiedlich, der Ball springt auf Sand anders ab als auf Rasen, und auch der Spin, den der Ball erhält, variiert. Aus diesen Gründen haben Tennisspieler oft eine Vorliebe für ihren bevorzugten Platz. Das bekannteste Beispiel ist wohl Rafael Nadal, der vielen Tennisfans als „König des Sandplatzes“ bekannt ist. Im Folgenden erklären wir die verschiedenen Arten von Tennisplätzen.

Kies

In den Niederlanden ist Kies der gängigste Tennisplatz. Dieser Belag besteht teilweise aus Schotter, und es heißt, dass man auf Kies die Technik am besten lernt. Der Ball springt auf Kies relativ hoch ab, wodurch man seine Technik schneller verbessern kann. Ein weiterer Vorteil von Kies ist, dass man darauf leicht rutschen kann, ohne sich (schwer) zu verletzen. Außerdem ist ein Kiesplatz relativ kostengünstig zu bauen. Andererseits hat dieser Belag auch einen Nachteil: Kies leitet Wasser nicht sehr schnell ab, sodass der Platz bei Regen über längere Zeit unbespielbar ist.

Hartplatz

Während Kiesplätze teilweise aus Schotter bestehen, hat ein Hartplatz eine Asphalt- oder Betonbasis. Darauf befindet sich eine Deckschicht, die entweder weich oder hart sein kann. Die Wahl zwischen einer harten oder weichen Deckschicht hat einen erheblichen Einfluss auf das Spiel. Auf einem Hartplatz mit harter Deckschicht ist der Platz oft sehr schnell. Bei einer weichen Deckschicht ist der Platz hingegen deutlich langsamer.

Wie bei Kiesplätzen sind Bau und Instandhaltung eines Hartplatzes relativ kostengünstig, und ein großer Vorteil ist, dass man ihn das ganze Jahr über bespielen kann. Allerdings muss man beachten: Bei Regen kann der Platz sehr rutschig werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass Rutschen schwierig bis fast unmöglich ist und zudem keine Ballspuren zurückbleiben, wodurch es schwer zu erkennen ist, ob ein Ball im Feld oder im Aus war.

(Künstliches) Gras

Naturrasen und Kunstrasen sind sich sehr ähnlich. In beiden Fällen springt der Ball nicht sehr hoch, und als Tennisspieler muss man daher berücksichtigen, dass der Ball relativ flach bleibt, insbesondere wenn man an Sandplätze gewöhnt ist. Sprechen wir von Naturrasen? Dann ist es nicht verwunderlich, dass sich der Platz relativ schnell abnutzt. Aus diesem Grund ist es nicht ungewöhnlich, dass der Rasen jährlich ausgetauscht werden muss. Außerdem muss man beim Spielen auf Naturrasen die Wetterbedingungen beachten. Regnet es? Dann wird der Platz wahrscheinlich schnell zu rutschig.

Bei Kunstrasen verhält es sich etwas anders, da er sich aufgrund seines Materials weniger schnell abnutzt. Das bedeutet natürlich, dass der Belag nicht jedes Jahr erneuert werden muss. Abgesehen von Frostperioden, in denen der Platz zu rutschig zum Spielen wird, kann man grundsätzlich jederzeit auf Kunstrasen spielen. Kunstrasen hat in den letzten Jahrzehnten an Popularität gewonnen, daher ist es nicht verwunderlich, dass man immer mehr Kunstrasenplätze im In- und Ausland sieht. Schläge mit viel Topspin, Slice oder anderen Spezialschlägen haben auf diesem Belag weniger Einfluss als beispielsweise auf Sand. Das liegt daran, dass der Kunstrasen den Spin des Balls gewissermaßen neutralisiert.

Andere Arten von Tennisplätzen

Neben Sand-, Hart- und Kunstrasenplätzen gibt es noch weitere Tennisplatztypen. Diese sind jedoch etwas weniger bekannt und daher seltener anzutreffen. Zu den hier zu nennenden Tennisplatztypen gehören der French Court und der Smashcourt, die eine Art Zwischenstellung zwischen Sand- und Kunstrasenplätzen einnehmen.

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