2021 sorgte Tallon Griekspoor (28) für Furore, als er gleich acht Challenger-Titel in einem einzigen Jahr gewann. Dies war der große Durchbruch für den Nordholländer, der sich seitdem fest in den Top 100 der Weltrangliste etabliert hat. Griekspoor spielt konstant gut, hat sich seit diesem Erfolgsjahr für jedes Grand-Slam-Turnier qualifiziert und ist aktuell der bestplatzierte niederländische Tennisspieler in der ATP-Weltrangliste. Welche Titel hat er gewonnen, was sind Griekspoors Stärken und was können wir noch von dem Niederländer erwarten? Sjeng Sports erstellt ein Spielerprofil.
Name: Tallon Griekspoor
Nationalität: Niederländisch
Geboren am: 2. Juli 1996
Tennishand: Rechts
Aktuelle ATP-Weltrangliste: 27
Schon früh war klar, dass Griekspoor Tennis spielen würde. Der Nordholländer stand bereits mit fünf Jahren auf dem Tennisplatz, was natürlich auch daran lag, dass seine beiden Brüder, die Zwillinge Kevin und Scott Griekspoor, ebenfalls Tennis spielten. Beide, fünf Jahre älter als Tallon, spielten auf hohem Niveau, und ihr jüngerer Bruder Tallon bewunderte sie sehr. „Sie waren immer besser als ich, bis zu einem gewissen Alter“, sagte Tallon einmal in einem Interview mit der ATP. Und das sollte sich bewahrheiten. Tallon Griekspoor belegt aktuell Platz 27 der ATP-Weltrangliste – eine Platzierung, die seine älteren Brüder nicht erreichen konnten.
26 Siege in Folge
Tallon Griekspoor verdankt diese beeindruckende Weltranglistenposition unter anderem seinem erfolgreichen Tennisjahr 2021. Zuvor hatte er lediglich zwei ATP-Challenger-Turniere gewonnen: 2018 in Tampere, Finnland, und 2019 in Banja Luka, Bosnien. Während er 2020 keinen Sieg erringen konnte, folgten 2021 die Titel in rascher Folge. Griekspoor stellte die Tenniswelt auf den Kopf, indem er nicht weniger als acht Challenger-Turniere gewann. Er war der Beste in Prag, Bratislava, Amersfoort, Murcia, Neapel, erneut Neapel, Teneriffa und noch einmal Bratislava. Eine bemerkenswerte Statistik für Griekspoor, der zudem 26 Siege in Folge verbuchen konnte.
Dieses Jahr war der Auftakt zu weiteren Erfolgen für Griekspoor, der 2022 erneut das Challenger-Turnier in Amersfoort gewann. Er stieg in die Top 100 der Weltrangliste auf, was sich positiv auf ihn auswirkte. Griekspoor durfte an den Australian Open, den French Open, Wimbledon und den US Open teilnehmen. Bei allen Grand-Slam-Turnieren jenes Jahres, mit Ausnahme der US Open, erreichte er die zweite Runde. Er wurde einem breiteren Publikum bekannt, das ihn für seine kraftvolle Vorhand, seinen starken Aufschlag und sein aggressives Grundlinienspiel schätzte.
Große Titel in Pune und Rosmalen
Auch 2023 begann für Tallon Griekspoor vielversprechend. Bereits in der ersten Woche des neuen Jahres sicherte er sich seinen ersten ATP-250-Titel. Im indischen Pune besiegte er Jaume Munar, Marco Cecchinato und Aslan Karatsev, bevor er im Finale auf Benjamin Bonzi traf. Nach einem etwas holprigen Start fing sich Griekspoor und gewann den zweiten und dritten Satz, um seinen ersten Sieg auf höchstem ATP-Niveau zu feiern. Es sollte nicht der einzige Titel für Griekspoor in diesem Jahr bleiben. Wenige Monate später erreichte er mit dem Sieg bei den Libéma Open 2023 in ’s-Hertogenbosch den vielleicht größten Erfolg seiner Karriere. Im Finale war Griekspoor zu stark für Jordan Thompson, nachdem er zuvor unter anderem Alexei Popyrin und Alex de Minaur besiegt hatte.
Immer stark im eigenen Land
Dass Tallon Griekspoor ein Grand-Slam-Turnier in seinem Heimatland gewinnen konnte, dürfte niemanden überraschen. Der Nordholländer macht kein Geheimnis daraus, dass er in den Niederlanden sein bestes Tennis spielt. Griekspoor zeigt oft seine beste Leistung im Davis Cup vor heimischem Publikum und überzeugt auch bei Turnieren in Rosmalen und dem ABN-Amro-Turnier in Rotterdam. Auch in diesem Jahr erreichte er dort wieder das Finale, dank Siegen gegen Spieler wie Lorenzo Musetti, Hubert Hurkacz und Emil Ruusuvuori. Zweifellos werden für Griekspoor, der in den letzten Jahren von seinem Trainer Kristof Vliegen betreut wurde, noch viele weitere Erfolge folgen. Werden weitere ATP-Titel folgen? Ganz sicher!
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